Welche Bogenarten gibt es?

Zunächst gibt es vier verschiedene Bogentypen zu unterscheiden.

Langbogen

Bei dieser Ausführung handelt es sich um die einfachste Bogenform. Dabei ist der Bogen fast gerade und die Sehne schwingt frei zwischen den beiden Nockkerben. Innerhalb dieser Einteilung wird nochmals zwischen Lang- und Flachbogen unterschieden. Der Langbogen ist ungefähr mannshoch und gerade und mit einem schmalen und hohen Wurfarmquerschnitt ausgestattet. Der Flachbogen dagegen ist etwas kürzer und die Wurf-Arme sind flach und breit. Ebenso ist beim Flachbogen ein abgesetzter Griff vorhanden.

Recurvebogen

Bei dieser Bogenausführung sind die Wurfarme am Ende in Richtung Ziel hin gekrümmt oder auch geknickt. Dadurch ist die Lage der Sehne oben und auch unten ein Stück weiter an den Wurf-Armen dran und kommt dann erst beim ausziehen des Bogen ganz frei. Hier gibt es einteilige und dreiteilige (zwei Wurf-Arme, die austauschbar sind, sowie ein großes Mittelteil) Ausführungen.

Compoundbogen

Bei dieser Bogenausführung wird die Bogensehne sowie die Kabel über exzentrische Umlenkrollen geführt. Dadurch werden die Angriffswinkel und der Hebelarm verändert, weil dies wie ein Hebel wirken. Gleichzeitig ziehen die Kabel beide Wurf-Arme zueinander. Dadurch wird dann das volle Zuggewicht bereits zu einem frühen Zeitpunkt erreicht. Dabei muss dann der Schütze bei einem vollen Auszug nur noch einen geringen Teil der Zugkraft halten.

Reiterbogen

Bei dem Reiterbogen handelt es sich im Vergleich mit den anderen Bogenarten um eine etwas kleinere Ausführung (zum Beispiel gegenüber dem Langbogen )und die Bögen wurden vorwiegend von Kriegern auf Pferden verwendet. Dabei ist die Größe der Reiterbögen nicht durch den Einsatz beschränkt und kann auch vom Boden aus eingesetzt werden.

Welche Unterschiede gibt es?

Anfängern raten wir ab, mit einem Reiterbogen zu beginnen, weil diese kleineren Ausführungen beim Zielen schwerer zu kontrollieren sind. Dagegen hat der Reiterbogen jedoch gerade Vorteile beim Transport, weil dieser wesentlich leichter gegenüber den anderen Bögen ist. Auch bei der Anschaffung ist ein Reiterbogen oftmals günstiger als die großen Bögen.

Bei den Reiter- und Recurvebögen sind die Wurf-Arme im Endstück nach vorne gebogen. Dadurch werden beim Abschuss des Pfeiles zusätzliche Kräfte freigesetzt, weshalb der Pfeil schneller beschleunigt und im Ziel einschlägt. Dahingegen muss zur Erreichung derselben Wucht beim Langbogen viel mehr Zugkraft verwendet werden.

Die bei der olympischen Sportart Bogenschießen verwendeten Ausführungen handelt es sich um den Compoundbogen. Hier wird eine Art Flaschenzug-System verwendet. Somit ist der Bogenauszug am Beginn sehr leicht und nur in den letzten Zügen etwas schwieriger. Diese Bogenart lässt sich jedoch dadurch auch einfacher in einem ausgezogenen Zustand festhalten. Dadurch ist man bei dieser Version dann mit einem passenden Stabilisator und Visier leichter in der Lage, einen gezielten Schuss abzugeben.

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